Swasiland
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Danach geht es Richtung Süden immer über die R40. Die Straße ist gut aber die Sicht ist bescheiden. Wir fahren immer mit Licht – manchmal machen wir sogar die Nebelschlußleuchte an.
Es geht immer mal wieder anständig bergauf. Erst sieht man noch einige Bananenplantagen, aber je höher wir kommen desto eher werden es Holzplantagen. Vor allem Kiefern mit dichten Farnwäldern darunter sehen wir. Irgendwie unwirklich. Alles ist frisch grün, die Temperatur sinkt sehr deutlich ab und die Berge werden immer höher. Machmal, wenn der Nebel sich lichtet, sieht man kahle Felsen oder saftige Wiesen an Berghängen. Wenn man denn ein Bild machen könnte würde man nicht glauben in Südafrika zu sein. Fotostopps!! Ein echtes Thema hier. Es gibt keine Park- oder Picknickplätze wo man mal anhalten könnte. Einfach am Straßenrand anhalten geht ebenfalls in den seltensten Fällen. Der wird nämlich zum überholen benötigt. Sollte da mal einer stehen bricht das Chaos aus. Dabei ist die Landschaft wirklich traumhaft. Wir sind oft auf 1500m Höhe.
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Wetter wie wahrscheinlich zu Hause
Mbombela (Nelspruit) liegt auf dem Weg und ist mal wieder eine richtige Stadt. Das merkt man hauptsächlich am Verkehr. Aufpassen ist angesagt und ohne Navi hätten wir uns total verfahren. Straßenschilder gibt es nämlich fast gar nicht. In Barberton wollen wir uns dann einen Kaffee gönnen. Das einzige was wir finden ist aber der "Victorian Tea Garden" neben der Touriinfo. Plätze nur draußen auf eiskalten Stühlen. Es ist echt kalt geworden und wir haben die Fleecejacken an.
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Die Küche des Victorian Tea Garden
Barberton müßte eigentlich Bibberton heißen, so kalt ist es.
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Endlich kann man mal anhalten
Sicht - welche Sicht?
Dann geht es über eManzana (Badplaas) nach Osthoek an die Grenze zu Swasiland. Eine äußerst dubiose Grenze, Gebäude rechts und Gebäude links, alles voler Laster, Autos und Menschen. Es gibt keinerlei Hinweis wie das hier vonstatten geht oder wo man hin muss, aber irgendwo steht immer einer, der auf eine Tür oder eine Person zeigt.
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Dann wieder rein ins Auto und zum nächsten Posten – diesmal die Swasilandseite. Wieder bekommen wir einen Zettel mit Autonummer und Anzahl und so. Dann an den Schlagbaum fahren. Ein Officer winkt uns durch und sagt wir sollen unser Auto
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Man fährt direkt auf die Autobahn nach Mbabane, der Hauptstadt Swasilands, auf. Hier ist ziemlich viel Fußgängerverkehr, die Schulkinder sind gerade auf dem Heimweg. Swasiland scheint nur aus Bergen zu bestehen. Es geht rauf, es geht runter – permanent. Die Fahrt dauert jetzt nur kurz bis zur Mantenga-Lodge im Ezulwini-Valley. Kurz davor ist ein kleines Craftcentre. Hier schauen wir durch die winzigen Geschäfte und gönnen uns nochmals einen Kaffee und einen Chai. Es ist Saukalt! Gestern noch gut über 30 und heute knapp über 10 Grad.
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Das kleine Craftcentre nahe der Mantenga-Lodge
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Unsere Terrasse mitten im Regenwald
Da könnte man schön sitzen und speisen
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Im Baum und auf den Dächern hausen die Affen - wir wohnen rechts in dem Häuschen
Beim Abendessen, drinnen, nimmt Elke ein Curry und ich ein Piri-Piri-Babychicken. Beides super. Nachdem nun alle Gäste essen ist das Wlan "frei". Und tatsächlich funktioniert das Laden des Textes auf Anhieb.