Bild: Bahnhof in Sludjanka

Heute verlassen wir Utulik und fahren nach Sludjanka an den einzigen Bahnhof der Welt, der ganz aus Marmor ist. Wir werden am westlichen Ufer ein Stück der alten Transsib fahren, natürlich 1.Klasse. Es gibt Monitore auf denen Informationen zum Baikalsee gezeigt werden und sehr komfortable Sitze mit Tischchen. Hier unten sieht man die Bilder 3er Klassen.

Bild: 3.Klasse Bild: 2.Klasse Bild: 1.Klasse

Mehrmals halten wir an und steigen über Leitern aus den Waggons und eine Führerin erzählt uns etwas von der Geschichte oder dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn. Dazu verwendet sie ein Megaphon und alle Fahrgäste müssen hinter ihr hertrotten. Sie erzählt uns, das wir eine Strecke von 85km fahren werden und das über 352 Brücken und durch 39 Tunnels (Fahrzeit etwa 8 Stunden). Mittags essen wir bei einer Frau in einem Dorf leckere Fischsuppe mit Omul und "Oladi", das ist ein in Fett gebackenes, lockeres Teil auf das man dann Marmelade oder Honig tut - einfach suuuuper.

Bild: Unser Zug Bild: Dorf in dem wir gegessen haben
Bild: Stimmung vor der Abfahrt

Eigentlich sollen wir in Port Baikal im Zielbahnhof übernachten, das geht aber aus uns unerfindlichen Gründen nicht. So fahren wir mit der Fähre auf die andere Seite der Angaramündung nach Listwjanka und sind dort bei Natali untergebracht. Dort regnet es mal wieder aber der Ort ist ganz nett. Es gibt einen Markt mit frischem und geräuchertem Omul, das Baikalmuseum und es gibt Postkarten. Alle von uns abgeschickten Karten kommen aus Listwjanka. Am Abend werden wir alle auf den letzten Metern klatschnass.

Bild: Häuser in Listwjanka Bild: Häuser in Listwjanka Bild: Häuser in Listwjanka Bild: Häuser in Listwjanka
Bild: Im Baikalmuseum Bild: Wetterstimmung

Hier ist der richtige Zeitpunkt für ein Paar Fakten vom Baikalsee:
- Höhenlage: 456 m
- Wassertiefe: max. 1637 m
- Volumen: 23.000 km≥ (20% der Süsswasservorräte)
- Oberfläche: 31.500 km≤ (etwa die Grösse Belgiens)
- Länge: 636 km
- Breite: 25 - 80 km
Der nächste Morgen ist sonnig und warm. Das ist klasse, denn heute wollen wir eine kleine Wanderung zum Kap von Listwjanka machen. Wir gehen auf den Markt und kaufen kalt- und heissgeräucherten Omul fürs Picknick. Leider ist der Weg schlecht und so machen wir schon bald Halt und essen den Fisch an einer Wiese mit traumhaftem Blick auf den See. Den Rest des Tages faulenzen wir einfach mal und schreiben abends noch ein paar Postkarten.

Bild: Getrockneter Omul Bild: Am Markt
Bild: Blick über den See
Bild: Blick über den See
Bild: Steine im glasklaren Wasser

An diesem Tag geht es aufs Schiff. Das Wetter lässt uns schon wieder im Stich. Es regnet, ist windig und ziemlich kalt. Das ist wirklich Schade, weil wir den ganzen Tag an wunderschönen Küsten entlang fahren werden - Mist!!! Da wir nur eine kleine Gruppe sind, das Schiff aber mehr aufnehmen könnte, kommen noch 3 Passagiere dazu. Es sind Olga von vor dem Ural und Wassili-Wassiljewitsch mit Enkelin Katja aus Irkutsk. Die drei sind eine echte Bereicherung und trotz der Sprachbarriere haben wir eine Menge Spass miteinander und lernen viel von ihnen.

Bild: Unser Schiff - die Sapfir

Bild: Auf dem Schiff Den ganzen Tag über stehen wir hinten unter der Plane um uns ein wenig zu schützen. Wir haben alles an was der Koffer so hergibt, es ist ziemlich ungemütlich. Aber was solls. In den Kabinen ist es auch nicht wärmer, ausserdem sieht man nichts. Nur während der Essen in der Kombüse ist es schön warm und Natascha unsere Köchin zaubert tolle Essen auf engstem Platz. Abends legen wir dann in der "Sandbucht" an. Auch hier lädt das Wetter nicht zum wandern ein. Trotzdem laufen wir ein wenig herum und sehen uns um.


Bild: Wetter über der Bucht Bild: 'Stelzenlärche'Bild: Felszeichnungen

Am folgenden Morgen ist das Wetter wieder schön klar aber es weht immer noch ein kalter Wind. Auch unterwegs haben wir ab und zu etwas Regen, aber insgesamt ist das ein toller Tag. Je weiter nach Norden wir kommen, desto kahler wird die Landschaft. Aber sie ist unbeschreiblich schön. Der Kapitän Alexander und der Bootsmann Victor versuchen noch bei sehr alten Felszeichnungen festzumachen, aber das Boot setzt auf und sie brechen dann ab. Gegen Abend erreichen wir Chuschir auf Olchon.

Bild: Eine kleine Bucht weiter bei Sonnenaufgang
Bild: Unterwegs nach Olchon
Bild: Unterwegs nach Olchon
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